Atypische Lungenentzündung bei KRANKHEITEN.DE
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Atypische Lungenentzündung

Eine typische Lungenentzündung, die meist durch Pneumokokken hervorgerufen wird, beginnt plötzlich und ist mit hohem Fieber verbunden. Setzen die Symptome dagegen nur allmählich ein und tritt nur mäßiges Fieber auf, spricht man von einer atypischen Lungenentzündung. In diesen Fällen wird die Krankheit oft von anderen Krankheitserregern wie Chlamydien und Mykoplasmen|Mycoplasmen hervorgerufen. Auch die bei Immunschwäche auftretenden Infektion mit Pneumocystis carinii zählt zu den atypischen Lungenentzündungen.

Die bezeichnung "typisch" bzw. "atypisch" bezieht sich auf den radiologischen Befund bei einer Lungenentzündung. Bei der "typischen Lungenentzündung" ist meist ein ganzer Lungenlappen (sog. Lobärpneumonie) betroffen. Im Gegensatz dazu finden sich bei "atypischen" Lungenentzündungen sog. retikuläre (netzartige) und alveoläre Streifenzeichnungen im Röntgenbild.

Die ersten Patienten mit Schwerem Akuten Atemwegssysndrom (SARS) hielt man für Fälle von atypischer Lungenentzündung, bevor SARS als eigenständige Erkrankung erkannt wurde. Teilweise wird SARS auch heute noch als atypische Lungenentzündung bezeichnet (was sie ja der Definition nach auch ist).

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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