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Kolpitis

Als Vaginitis (lat.) oder Kolpitis (griech.) bezeichnet man eine Entzündung der Scheide (lat. Vagina, griech. Kolpos).

Bedeutung

Die bakterielle Vaginitis ist zunächst harmlos. Sie begünstigt aber das Aufsteigen gefährlicher Keime (u.a. Chlamydien) über den Uterus in die Eileiter und Eierstock|Eierstöcke. Eine solche fortgeschrittene Infektion kann zu Unfruchtbarkeit führen. Deshalb wird bei der gynäkologischen Routineuntersuchung regelmäßig der PH-Wert gemessen und ein mikrobiologisches Nativpräparat angelegt, um eine Vaginitis zu erkennen.

Eine Infektion durch das Humane Papillomvirus (HPV) kann auf Dauer zum Zervixkarzinom führen.

Erreger

Zweifelsohne ist die Erregersuche bei einer Kolpitis wichtig, man bedenke aber, dass meist eine Mischinfektion verschiedenster pathogener und apathogener Keime vorliegt.

Häufigster gefundener Keim ist Gardnerella vaginalis (40% der Fälle). Die Kolpitiden, die u.a. durch Gardnerella - meist handelt es sich um eine Mischflora - verursacht sind, werden als bakterielle Vaginosen bezeichnet.

An zweiter Stelle stehen diverse Pilze. Sie sind ebenfalls im Scheidenabstrich sichtbar.

Chlamydien sind relativ häufig. Sie können Juckreiz oder Schmerzen und Eiter|eitrigen Ausfluss verursachen. Sie werden durch Geschlechtsverkehr übertragen, auch diese Form der Vaginitis gehört somit wie die Gardnerella-bedingte zu den Sexuell übertragbare Erkrankung|Sexuell übertragbaren Erkrankungen. Der Erreger Chlamydia trachomatis verursacht zwei unterschiedliche genitale Kontaktinfektionen: das Lymphogranuloma venerum und die Okulogenitale Chlamydieniinfektion.

Ein weiterer sexuell übertragbarer Erreger ist Trichomonas vaginalis, der im Nativpräparat unter dem Mikroskop lebendig zu sehen ist. Die Portio (der vaginale Teil des Uterushalses) erscheint fleckig.

Auch HPV wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Dabei existieren mittlerweile über 80 Genetik|genetisch differenzierbare Untertypen. Typ 16 und 18 enthalten in ihrer DNA zwei Onkogene und sind für die Entstehung des Zervixkarzinoms wesentlich mitverantwortlich.

Andere Untergruppen erzeugen das Condyloma acuminata (Feigwarzen), das sind kleine, weiße, harte Auflagerungen.

Herpes simplex Typ II kann außen an der Vulva, aber auch in der Scheide auftreten. Er zeigt kleine, juckende Pustel|Bläschen.

Symptome

Die Patientinnen beklagen sich über Missempfinden und verstärktes Nässegefühl in der Scheide oder ein gräulicher bis gelblicher Ausfluss mit Fischgeruch (Amingeruch) im Falle einer bakteriellen Vaginose, welcher sich insbesondere nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verstärken kann (aufgrund des alkalischen Prostatasekrets).

Dazu kann Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) kommen.

Diagnostik


Da der '''pH-Wert''' durch den Verlust der normalen, schützenden Döderleinflora auf über 4,5 erhöht ist - dessen Bestimmung erfolgt am einfachsten mit einem pH-Streifen - fällt bei der bakeriellen Vaginose manchmal schon der Patientin selbst ein unangenehmer, fischiger Geruch auf, der nach Zugabe von 1-2 Tropfen einer 10%igen Kalilauge evt. provoziert werden kann.

Achtung: Bei der Kolpitis der älteren Frau muss immer auch an ein Scheidenkarzinom gedacht werden!


Siehe auch: Vulvovaginitis

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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