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Akute lymphatische Leukämie

Die '''akute lymphatische Leukämie''' (auch akute lymphoblastische Leukämie genannt) ist eine Dignität|maligne Erkrankung Lymphozyt|lymphatischer Vorläuferzellen. Der Begriff akute Leukämie wurde erstmals 1889 von Wilhelm Ebstein (1836 - 1912) geprägt. Die Entwicklung von Färbeverfahren für Blutausstriche im Jahre 1891 durch Paul Ehrlich führte zu neuen Erkenntnissen über die Morphologie der akuten Leukämien und ermöglichte in der Folge die Abgrenzung der lymphatischen von der myeloischen Leukämie (Naegeli 1900).

Führte die ALL noch vor 30 Jahren bei der ganz überwiegenden Zahl der Patienten innerhalb von wenigen Wochen zum Tode, so ist sie heute bei 40% - 50% der Erwachsenen und bei ca. 80% aller Kinder heilbar. Diese Therapieerfolge waren durch eine systematische Verbesserung der Therapie im Rahmen von seit Ende der 60er Jahre systematisch weiterentwickelten Therapiestudien möglich.

Epidemiologie

bezogen auf alle Altersgruppen von etwa 1,5 Neuerkrankungen / 100.000 im Jahr. Es besteht ein Übergewicht von männlichen Erkrankten (1,4 : 1).

Die Verteilung über die Altersgruppen zeigt einen Gipfel im Kindesalter (6,5/100.000 bei Kindern unter 4 Jahren) und einen zweiten im höheren Alter (1,5/100.000 bei über 80jährigen). Der Anteil der ALL bei Erwachsenen mit akuter Leukämie liegt bei etwa 15%. Im Gegensatz dazu haben etwa 80% aller Kinder mit akuter Leukämie eine ALL. Die ALL ist damit die häufigste maligne Erkrankung im Kindesalter.

Ursachen und Entstehung

Sie geht mit einer Vermehrung unreifer lymphatischer Zellen im Knochenmark und Blut einher die zu einer Störung der Blutbildung führt (Knochenmarkinsuffizienz). Zusätzlich findet sich häufig Lymphknotenschwellungen und eine Milzvergrößerung, auch andere Organe einschließlich des ZNS können befallen sein.

Diagnostik und Klassifikation

Bei Diagnose und Klassifikation der ALL spielt die Morphologie nur eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist die Immunphänotypisierung der aus dem Blut oder mittels Knochenmarkpunktion gewonnenen Leukämiezellen, die heute meist mit dem FACS (Fluorescence Activated Cell Sorter) erfolgt. Das Expressionsmuster verschiedener lymphatischer, myeloischer und Vorläuferzell-Antigene ermöglicht die Zuordnung zu B- oder T-Zellreihe und die Festlegung des Differenzierungsstadiums.

Immunphänotypisierung

Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der akuten lymphatischen Leukämie aufgrund des Oberflächen-Antigenmusters nach der sogenannten EGIL-Klassifikation (EGIL = European Group for the Immunological Characterization of Leukemias).

Zytogenetik und Molekulargenetik

Die Zytogenetik und Molekulargenetik der akuten Leukämien ist Gegenstand intensiver Forschungen. In den letzten 10 Jahren sind sehr viele Arbeiten erschienen, die sich mit verschiedenen Aspekten der Genetik dieser Erkrankungen beschäftigen. Die Genetik bildet gewissermassen die Grundlage für das vertiefte Verständnis der Erkrankung. Ursache für die Entstehung von Leukämien sind Veränderungen der Gene. Diese Veränderungen sind nicht ererbt, sondern im Laufe des Lebens erworben (von ganz seltenen Ausnahmen abgesehen).

Warum diese Genveränderungen beim einen auftreten und zur Erkrankung führen und beim andern nicht, ist im Einzelfall nicht zu sagen. Es gibt zwar bekannte Riskofaktoren für das Entstehen von Leukämien (radioaktive Strahlung, chemische Mutagene, etc.), aber bei den allermeisten Patienten kann man trotz sorgfältigster Suche keine spezifische Ursache finden. Auch gibt es bisher keinen Beweis für eine mögliche infektiöse Ursache, z. B. durch Viren (die einzige Ausnahme bildet die adulte T-Zell-Leukämie in Japan, die durch das Retrovirus HTLV-1 verursacht wird, das aber in Europa so gut wie gar nicht vorkommt).


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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