Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer bei KRANKHEITEN.DE
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Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer

Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI = Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor) sind Psychopharmaka, die vorwiegend als Antidepressivum|Antidepressiva eingesetzt werden. Die SNRI entfalten ihre Wirkung an Serotonin- und Noradrenalin-Transportprotein|Transportern.

Pharmakologie

Die SNRI sind eine relativ junge Gruppe der Antidepressiva. Sie binden im ZNS an Transporter des Serotonin- und Noradrenalin-Typs und hemmen dadurch die Wieder- bzw. Rückaufnahme (Re-Uptake) dieser beiden Neurotransmitter in die Präsynapse; auf diese Weise erhöhen sie deren Konzentration im Cytoplasma- Plasma. Das Ergebnis ist eine entsprechende synaptische Signalverstärkung; diese soll den antidepressiven Effekt vermitteln. Das Dopaminsystem wird dabei in direkter Weise im wesentlichen nicht berührt. SNRI sind wesentlich nebenwirkungsärmer als die älteren Trizyklisches Antidepressivum|trizyklischen Antidepressiva. Letztere wirken zusätzlich Antihistaminika|antihistaminisch oder modifizierten die Acetylcholin|cholinerge Transmission.

Arzneimittelwirkstoffe

In Deutschland sind folgende SNRI zugelassen:
  • Venlafaxin (''Trevilor®'')
  • Duloxetin (''Yentreve®'', ''Cymbalta®'');
  • Atomoxetin ''(Strattera®)'', ist nur zur Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen (ADHD) indiziert.
Der erste SNRI war das Venlafaxin, es wurde in den 1990er|90er Jahren in die Therapie eingeführt.

Warnhinweis und Kontraindikationen

Bei Kindern und Jugendlichen kann die Behandlung mit Wiederaufnahmehemmern wie SNRI und SSRI Suizid|suizidale Tendenzen und aggressives und autoaggressives Verhalten verstärken,http://www.bfarm.de/de/vigilanz/am_sicher_akt/Stufenplanbescheid_050908.pdf 1) und zwar möglicherweise nicht nur am Anfang der SNRI-Einnahme, sondern auch bei konstanter Gabe oder beim Absetzen. Entsprechende Untersuchungen wurden Mitte 2005 von der US-Überwachungsbehörde FDA veranlasst.

Nebenwirkungen

Magen-Darm-Beschwerden (auch Übelkeit und Erbrechen) treten besonders zu Beginn der SNRI-Einnahme häufig auf. Vermehrte Unruhe und Angstzustände werden ebenfalls oft berichtet.

Blutdruckerhöhung, Herzbeschwerden, Erregung, Schlafstörungen und Appetitminderung als Zeichen zentraler und peripherer Aktivierung sind möglich. Störungen der sexuellen Funktion (Orgasmusstörungen, Potenzprobleme) kommen vor. Die bei SNRI und einigen SSRI zu beobachtenden Blasenentleerungsstörungen wurden beim Duloxetin-Präparat ''Yentreve®'' zur Hauptindikation.

Bei abruptem Absetzen von SNRI können Entzugserscheinungen auftreten, ein Ausschleichen wird daher empfohlen.

Wechselwirkungen

Kombination von SNRI mit SSRI, MAO-Hemmern, anderen Antidepressiva oder serotonergen Stoffen führt zu einem erhöhten Risiko des Serotonin-Syndroms.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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