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Erkältung

Die Erkältung bzw. der grippale Infekt ist eine akute Infektion der Nasen-, Hals- und Bronchialschleimhäute, die in erster Linie von Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht wird. Beide Begriffe entstammen der Alltagssprache und sind wissenschaftlich bzw. medizinisch nicht scharf definiert. Man sollte den grippalen Infekt nicht mit der deutlich schwereren echten Grippe (Influenza) verwechseln, die für immungeschwächte Personen (vor allem Säuglinge und alte Menschen) auch tödlich enden kann.

Der mit dem Wort "Erkältung" suggerierte Zusammenhang mit Kälte ist strittig. Als gesichert gilt, dass Kälte alleine keine Erkältung auslösen kann. Sie ist weder notwendige Bedingung noch Ursache für eine Erkältung. Möglicherweise führt aber übermäßig lange oder intensive Kälteeinwirkung zu einer Schwächung des Immunsystems und so zu einer schlechteren Abwehr der Krankheitserreger.

Krankheitserreger


Als virale Krankheitsverursacher kommen eine große Anzahl sehr unterschiedlicher Viren in Betracht. Es sind dies unter anderen:
  • aus der Familie der Coronaviridae, Genus Coronaviren das Human Corona-Virus 229E (HCoV) und das Human Corona-Virus OC43 (HCoV)
:Diese Viren gehören zu den behüllten Einzel(+)-Strang-RNA-Viren ss(+)RNA.
  • aus der Familie der Adenoviridae diverse Adenovirus|Adenoviren
:Diese Viren gehören zu den unbehüllten doppelsträngigen DNA-Viren (dsDNA).
  • aus der Familie der Picornaviridae beispielsweise das Humanes Rhinovirus|Humane Rhinovirus-1A (HRV-1A) oder 1B bis 100, das Coxsackievirus B1 (CVB-1) bis B6 und diverse Echoviren oder Humane Enteroviren
:Und diese Viren gehören zu den unbehüllten Einzel(+)-Strang-RNA-Viren ss(+)RNA.

All diese verschiedenen Virengruppen, mit ihren bis zu hundert verschiedenen Unterarten und den ständig durch Mutationen neu entstehenden Varianten sind auch wie bei der echten Influenza der Grund, dass Menschen so häufig an einer virusbedingten Erkältung erkranken können. Die Tatsache, dass bei nicht erheblich vorgeschädigten Menschen und bei nicht erfolgter Doppelinfektion oder Sekundärinfektion (siehe auch Infektion) ein grippaler Infekt keinen tödlichen Verlauf nimmt, zeigt zum Einen, dass die für diese Erkrankung als Krankheitsverursacher festgestellten Viren sehr stark an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind. Ein Virus hat natürlich kein Interesse an dem Tod seines Reservoirwirts, denn es braucht ihn ja für seine Vermehrung. Die dennoch ausgelösten Erkrankungssymptome sind von diesen Viren im Grunde nicht beabsichtigt und eher als ein Unfall anzusehen. Zum Zweiten wird dadurch auch deutlich, dass sich der Mensch ebenfalls im Verlaufe vieler Generationen an diese Viren anpassen konnte. In diesem Aspekt besteht somit auch ein deutlicher Unterschied zu den Influenzaviren und den von ihnen beim Menschen verursachten Erkrankungen.

Verbreitung


Die eine Erkältung auslösenden Viren mit ihren zahllosen Arten und ihren durch Mutationen ständig neu entstehenden Varianten können weltweit in allen Klimazonen auftreten und durch Infektion sich überall dort ausbreiten, wo Menschen anzutreffen sind.

Übertragung

Die Ergebnisse aller bislang vorliegenden Studien deuten darauf hin, dass die krankheitsverursachenden Viren in erster Linie direkt oder indirekt über Kontamination|kontaminierte Gegenstände per Kontaktinfektion oder Schmierinfektion übertragen werden. Die Möglichkeit einer Übertragung per Tröpfcheninfektion ist wissenschaftlich nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Auch über die Art der eine Übertragung und Infektion begünstigenden Faktoren und deren unterschiedliche Gewichtung herrscht keine Einigkeit.

Krankheitsverlauf

Eine Erkältung verläuft nach einer Inkubationszeit von etwa 2 bis 8 Tagein aller Regel harmlos und dauert selten länger als eine Woche. Die meisten Menschen haben mehrere Erkältungen pro Jahr ? bei Kleinkindern gelten sogar vier bis neun Erkrankungen pro Jahr als normal.

Eine erkrankte Person kann etwa 2 bis 10 Tage die Krankheitserreger auch ausscheiden. Dieser Zeitraum verlängert sich bei einer Behandlung mit Steroiden (Cortison).

Die Rolle des Immunsystems

Gerade bei Infektionen mit Krankheitserregern, die schon an den Menschen als ihren Reservoirwirt angepasst sind, spielt der Zustand des Immunsystems des betroffenen Organismus eine wichtige Rolle. Ob bei einem Menschen die von den Erregern verursachte Erkrankung auch tatsächlich ausbricht, hängt sowohl von der Menge der Erreger bei der Infektion ab, wie auch von dem Zustand des Immunsystems der betroffenen Person und der damit für sie gegebenen Abwehrkraft gegenüber diesen Erregern.

Von praktisch tätigen Medizinern ist beobachtet worden, dass bei einer Infektion und anschließenden Erkrankung einer Person anschließend nicht immer auch alle anderen Familienmitglieder an einer Erkältung erkranken, selbst wenn sie wenn sie nach Auftritt des ersten Erkrankungsfalls in der Familie unverändert einen intensiven Kontakt untereinander gepflegt haben. Dafür kommen mehrere Gründe in Frage.

Wenn beispielsweise ein Familienmitglied zuvor schon einmal mit der selben Virusvariante infiziert wurde, hat es ihr gegenüber schon eine Immunität erworben, und kann daher bei einer erneuten Infektion mit genau dem selben Erreger nicht mehr erkranken.

Weiterhin spielt es eine Rolle, mit welcher Virendosis eine Infektion erfolgte. Außerdem kann in Abhängigkeit von dem Funktionszustand des Immunsystems und der daraus resultierenden Abwehrkraft gegenüber Krankheitserregern im günstigen Falle eine apparente Infektion (siehe Infektion) stattfinden, bei der ein Mensch zwar mit einem Erkältungsvirus infiziert wird, jedoch anschließend keine Krankheitsanzeichen auftreten (stille Feigung). Bei einem gesunden, abwehrstarken Immunsystem und einer geringen Erregerdosis bei der Infektion ist also die Wahrscheinlichkeit eher hoch, dass die Krankheit (hier Erkältung) entweder überhaupt nicht ausbricht, oder wenn doch, lediglich einen weniger schweren und / oder kürzeren Verlauf nimmt.

Symptome

Folgende Krankheitsanzeichen werden oft beobachtet:
  • zu Beginn leichtes Frösteln
  • Entzündung der Nasenschleimhäute, auch Schnupfen (Rhinitis) genannt
  • Halskratzen bis Halsschmerzen
Im weitern Verlauf möglich:

Komplikationen

Eine mögliche Komplikation der Erkältung ist die Nasennebenhöhlen-Entzündung.
Weitere Komplikationen können dadurch entstehen, dass jeder Virusinfekt das Immunsystem vorübergehend schwächen kann. Dadurch können zur sogenannten Standortflora gehörende und normalerweise keine Infektion verursachende Bakterien doch pathogen werden und dann beispielsweise eine Pneumonie verursachen.

Diagnose

Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch ist hier eine echte Influenza A, B, oder C und andererseits eine Parainfluenza abzugrenzen. Daneben verlaufen Erstinfektionen von Herpes|Herpesviren (HSV, CMV, EBV) bei Kindern gelegentlich als grippaler Infekt. Außerdem verlaufen abortive Formen einer Infektion mit Exanthemviren wie Masern, Ringelröteln, Röteln und Varizellen oft nur als grippaler Infekt.

Therapie

Die wirkungsvollste Behandlung einer Erkältung besteht darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Bei Husten und Schnupfen sollte man viel Wasser, Fruchtsaft|Fruchtsäfte und Tee trinken, um den Schleim flüssig zu halten und einen Flüssigkeitsverlust des Körpers durch Schweiß, Tränen- oder Nasenflüssigkeit auszugleichen, insbesondere bei kleinen Kindern. Inhalationen können helfen, die Schleimhäute anzufeuchten und vom Schleim zu befreien.
Auch Halsschmerzen und Husten können durch diese Befeuchtung gelindert werden.

Abschwellende Nasensprays sollten nur kurzzeitig (i. d. R. bis 5 Tage) verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung kann zur Austrocknung und zum Anschwellen der Nasenschleimhaut sowie zur Abhängigkeit bzw. Gewöhnung führen.

Andere Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure lindern zwar in der Regel Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen und senken auch das Fieber, doch besitzen sie abgesehen von möglichen Nebenwirkungen gerade auf Grund der beschriebenen Wirkung auch einen unerwünschten Nebeneffekt. Nach Abschwächung der Krankheitszeichen kann sich ein Patient zu früh fast wieder gesund fühlen, sich anschließend zuviel zumuten und damit die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls erhöhen.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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