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Johannes Benjamin Brennecke

    Johannes Benjamin Brennecke (
  • 2. November 1849 in Cröchern; ? 30. Juli 1931 in Magdeburg) war Geheimer Sanitätsrat und Arzt.

Leben


Brennecke wurde als fünftes Kind eines evangelischen Pfarrers geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Stendal studierte er ab 1869 Medizin in Halle (Saale). Er war ein Schüler von Robert Olshausen und Heinrich Fritsch.

Als erster Facharzt für Frauenheilkunde in Magdeburg ließ er sich dort 1876 nieder. 1877 wurde er in die Magdeburger Medizinische Gesellschaft aufgenommen. Nach einer Tätigkeit an der Provinzial-Hebammenlehranstalt eröffnete er 1880 in Magdeburg-Sudenburg|Sudenburg, in der heutigen Magdeburger Straßen/H|Halberstädter Straße 77 - damals Magdeburger Straßen/B|Breiter Weg 31, eine Privatklinik. Er operierte jedoch auch in der Kahlenbergstiftung.

Er engagierte sich für eine Reformierung der Hebammenausbildung in Deutschland, wobei er einen Beamtenstatus für Hebammen anstrebte. Mit seinen Forderungen nach mehr staatlichen Engagement in der Wochenbetthygiene konnte er sich jedoch im Wesentlichen nicht durchsetzen. Dr. med. Brennecke setzte sich auch für die Schaffung von mehr geburtshilflichen Kliniken ein. Eine entsprechende Einrichtung begründete er, als Wöchnerinnenasyl des Frauenvereins, in Magdeburg am Magdeburger Straßen/S|Sudenburger Tor.

1887 wurde Brennecke in die Ärztekammer der Provinz Sachsen gewählt. Über viele Jahre war er Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer, von 1906 bis 1908 war er deren Vorsitzender. 1907 wurde ihm der Titel Geheimer Sanitätsrat verliehen. Brennecke war Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften.

In der Zeit der Inflation mußte er seine Klinik und auch 1919 das Asyl aufgeben. Seine Familie verarmte. 72jährig gab er 1922 seine ärztliche Tätigkeit auf.

Nach seinem Tod benannte die Stadt Magdeburg ihm zu Ehren eine Straße (Magdeburger Straßen/B|Brenneckestraße).

Schriften

  • ''Praktische Regeln zur Sicherung eines gesundheitsgemäßen Wochenbettverlaufs. Ein Mahnruf an das Publikum und die Hebammen.'' 1883 .
  • ''Hebammen oder Diakonissen für Geburtshilfe? Eine Kritik des Hebammenwesens.'' Neuwied 1884.
  • ''Freiheit! Ein offenes Wort zur sexuellen Frage an Deutschlands Jugend.'' 1907.
  • ''Die Kreis-Entbindungsanstalt und ihre grundlegende Bedeutung für Mutter- und Säuglingsschutz.'' 1917.

Literatur

  • Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Mediziner / hrsg. von Dietrich von Engelhardt - München: Saur, 2002. - ISBN 3-598-11462-1. - Bd. 1 A-Q.
  • Dieter Niemann, Nadja Gröschner; ''Die St. Ambrosius-Gemeinde und der "Alte Friedhof" in Magdeburg-Sudenburg'', 2001, Kremkau, ISBN 3-934988-16-4
  • Horst-Peter Wolff, ''Magdeburger Biographisches Lexikon: 19. und 20. Jahrhundert'' / hrsg. von Guido Heinrich; Gunter Schandera - Magdeburg: Scriptum-Verl., 2002,Magdeburg, ISBN 3-933046-49-1

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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