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Schistosomiasis

Image:Schistosoma bladder histopathology.jpeg|thumb|Histologie|Histologische Untersuchung der Harnblase|Blase mit Schistosoma haematobium-Eiern.

Schistosomiasis (früher als Bilharziose bezeichnet) ist eine Wurmkrankheit, die in warmen Binnengewässern durch Schnecken als Zwischenwirt verbreitet wird.

Krankheitserreger sind so genannte Pärchenegel (Schistosoma), eine 1-2 cm lange Saugwürmergattung. Die von den Schnecken freigesetzten Larven dringen bei Kontakt im verseuchten Wasser durch die Haut des Menschen und wandern über Lymphgefäß|Lymph- und Blutgefäße in die Leber, wo sie sich weiterentwickeln. Dann verbreiten sie sich über die Venen vor allem in Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn, sowie über die Ausscheidungen in Oberflächengewässer. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen.

Die Krankheit ist vor allem in Japan, China, den Philippinen, Afrika, Saudi-Arabien, Jemen, Südamerika, der Karibik und dem Nahen Osten verbreitet. Der Erreger der Krankheit wurde 1852 von dem Tropenarzt Theodor Bilharz entdeckt und zunächst nach diesem als Bilharzia benannt. Es wird geschätzt, dass ca. 250 ? 300 Millionen Menschen von dem Parasiten befallen und 600 Millionen gefährdet sind. Durch Staudammbauten und Bewässerungsprojekte nimmt das Erkrankungsrisiko zu.

Die kennzeichnenden Symptome sind Juckreiz an der Eintrittsstelle der Larven, die Bildung eines Hautausschlages, lebensbedrohliches Fieber, Schüttelfrost, Husten, Kopfschmerzen und die Vergrößerung von Leber, Lymphknoten und Milz. Je nach befallenem Organ unterscheidet sich der Krankheitsverlauf. Innerhalb weniger Wochen bilden sich die Symptome zurück. Es gab aber auch Todesfälle. Wenn die Erkrankung nicht beachtet wird, kann diese zu einer chronischen Infektion werden, wobei lebensbedrohliche Krankheitsabläufe in allen Stadien der Erkrankung auftreten können. Zur Therapie werden recht nebenwirkungsarme Medikamente verwandt, sehr gebräuchlich ist eine Ein-Tages-Behandlung mit dem Wirkstoff Praziquantel (z.B. Biltricide®).

Im Jahr 1989 erhielten Aklilu Lemma und Legesse Wolde-Yohannes für ihre profunde Erforschung der Eigenschaften der Endod-Pflanze (''Phytolacca dodecandra'', siehe: Kermesbeeren) als preiswertes Vorbeugungsmittel gegen Bilharziose sowie für ihren Kampf zur Überwindung der Voreingenommenheit der westlichen Medizin gegenüber der Forschung der Dritten Welt den Alternativer Nobelpreis|alternativen Nobelpreis.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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