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Sonnenbrand

Der Sonnenbrand (medizinisch: UV-Erythem) ist eine entzündliche Rötung der menschlichen Haut durch kurzwellige Sonnenstrahlung, so dass er auch als Dermatitis solaris oder Erythema solaris bezeichnet wird.

Akut führt ein Sonnenbrand zu Druckempfindlichkeit und Brandschäden bis hin zur Brandblase|Blasenbildung, langfristig kann auch Hautkrebs die Folge sein. Die Erweiterung der Blutgefäße in der Haut führt zu stärkerem Blutfluss, was als Rötung (Erythem) der Haut sichtbar wird.

Besonders gefährdet sind die Schultern und der Oberkörper, wo es häufig zur Abschälung der oberen Hautschichten einige Tage nach dem Sonnenbrand kommt. Auch Füße und Gesicht, hier besonders die Nase, sind durch ihre exponierte Lage stark gefährdet und werden zusätzlich meist nicht gründlich genug geschützt.

Bei manchen Personen reagiert der Körper an der Stelle des Sonnenbrandes mit einem allergischen Verhalten. Es kann bis zu 62 Stunden nachdem Sonnenbaden zu sehr starken und unerträglichen Jukreizen führen. Diese Sonnenallergie kann sich sehr unterschiedlich auswirken, bei manchen bilden sich Blasen und Schwellungen und bei anderen können so gut wie keine sichtbaren Hautveränderungen auftreten.

Ursachen

Verursacht wird ein Sonnenbrand durch Ultraviolett-Anteile in der Sonnenstrahlung, wenn ihr die Haut längere Zeit ungeschützt ausgesetzt ist. Für die kurzfristige Bräunung der Haut (allerdings auch für Alterung und Faltenbildung) ist das UV-A verantwortlich (»nahes UV«, Wellenlänge 320-400 nm), für die langfristige und den Sonnenbrand das UV-B (280-320 nm). Das noch kurzwelligere UV-C lässt die Erdatmosphäre nicht hindurch.

Die natürliche Hauttyp#Eigenschutzzeit|Eigenschutzzeit beträgt - je nach Hautfarbe|Pigmentierung (Hauttyp) - etwa 10 bis 30 Minuten und kann durch Sonnencremes oder Öle mit Lichtschutzfaktor auf das mehrfache ausgedehnt werden. Auch bei Bewölkung ist nach entsprechend längerer Zeit die Gefahr eines Sonnenbrands gegeben. Die Haut »gewöhnt« sich bis zu einem gewissen Grad an die Sonnenstrahlung, indem sie mehr braunes Pigment Melanin bildet. Daher kann man die Dauer des Sonnenbades nach einigen Tagen korrekten Sonnenbadens fast verdoppeln.

Behandlung

Starker Sonnenbrand sollte von einem Arzt behandelt werden. In Situationen, in denen keiner vorhanden ist, helfen folgende Anwendungen:
  • Externe Anwendung: 3 mal täglich ein potentes Kortison (zum Beispiel Betamethason) als Creme oder Gel auf die betroffenen Hautstellen auftragen, welches kühlend und vasokonstriktorisch wirkt.
  • Interne Anwendung: 3 mal täglich ein NSAR (zum Beispiel Acetylsalicylsäure) oral einnehmen, welches antientzündlich wirkt, indem es die für den Sonnenbrand bedeutsamen Mediatoren hemmt.
Bei richtiger Anwendung geschieht die Wirkung der Behandlung meist so effektiv, dass die Hautrötung innerhalb von 24 Stunden verschwindet, ohne eine Bräunung zu hinterlassen.

Schutz

Ein bereits eingetretener Sonnenbrand lässt sich durch verschiedene Maßnahmen lindern:
  • Kühlung mit feuchten Umschlag (Heilkunde)|Umschlägen und viel trinken
  • spezieller Puder oder antiallergisches Gel
  • »After-Sun-Lotionen«, Zinköl, Aloe und andere Pflegemittel.
Dennoch steigt die Gefahr von Hautkrebs mit der Zahl der erlittenen Sonnenbrände an.

Solarien

Moderne Solarium|Solarien verzichten mittlerweile auf UV-B-Strahlung, aber auch die längerwellige UV-A-Strahlung ist, wie man heute weiß, alles andere als harmlos. Sie dringt tiefer in die Haut ein, bewirkt ebenfalls DNA-Schäden, die wiederum Krebs verursachen können, und führt außerdem zur vorzeitigen Hautalterung, was bereits nach wenigen Jahren intensiven Solariumbesuchs deutlich sichtbar wird. Zusätzlich bleibt bei UV-A-Strahlung der warnende Sonnenbrand aus, man merkt gar nicht, dass man sich einer Gefahr aussetzt und bleibt meist zu lange unter der Strahlenquelle.

Spezielle Solarien werden auch medizinisch von Hautärzten verschrieben um bestimmte Hautkrankheiten zu behandeln. In dieser Phototherapie wird eine kleine Dosis einer ganz bestimmten Wellenlänge des Lichts verwendet, das Hautkrebsrisiko wird hier zur Krankheitsbekämpfung meist akzeptiert. Auf keinen Fall ist jedoch eine überdurchschnittliche Blässe eine Krankheit!

Höheres Risiko

In den Tropen ist die Sonne stärker und das Sonnenbrandrisiko stark erhöht.

Da die energiereiche kurzwellige UV-Strahlung von der Erdatmosphäre nur teilweise ausgefiltert wird, wächst die Gefahr von Sonnenbrand in größerer Höhe: in 5 km Höhe hat man nämlich bereits die Hälfte der stark filternden Luftmenge unter sich gelassen.

Besonders kritisch ist es auf Schnee und Gletschern im Hochgebirge, wo sich die Gefahr des Sonnenbrands schon unter 3000 m verdreifachen kann. Eine weitere Gefahr sind Augenschäden die aber auch durch künstliches UV-Licht auftreten können. Diese Schneeblindheit oder medizinisch aktinische Keratopathie ist ein Sonnenbrand der Hornhaut des Auges der den inneren Teil des Auges schützt. Sonnenbrillen mit UV-Schutz sind zwingend erforderlich, je nach Dauer des Aufenthalts an der Sonne sollten Schneebrillen verwendet werden die eine Einstrahlung über den reflektierenden Schnee verhindern.

Auch am Wasser verkürzt sich die Schutzzeit durch die von dort reflektierten Strahlen, zusätzlich ist man meist bei schönem Wetter am Wasser und damit weniger deckend bekleidet was die Angriffsfläche für die UV-Strahlung erhöht.

Durch die zunehmende Zerstörung der Ozonschicht gelangt mehr UV-Licht auf die Erdoberfläche, was die Sonnenbrandgefahr ebenfalls erhöht.

Bei Wind wird oft vergessen, dass seine kühlende Wirkung dem UV-Licht nichts von seiner Brandgefahr nimmt. Auch dünne Wolken mindern es nicht wesentlich. In jedem Fall empfiehlt sich, zu Beginn des Urlaubs eine Kopfbedeckung zu tragen, um einem Sonnenstich oder einem Hitzschlag vorzubeugen.

Schutzmaßnahmen für Kinder

Kleine Kinder sollen möglichst immer leichte aber voll bedeckende Kleidung tragen, und die Sonnencreme sollte schon eine halbe Stunde vorher aufgetragen werden. Ein zusätzlicher Sonnenschirm für die Kinder sorgt für perfekten Schutz auch wenn die Sandburg der Kinder abseits der Eltern steht.

Pflanzen

Auch Pflanzen können durch Sonnenbrand Schäden erleiden. Es kommt zu Rissen an Baumstämmen, zum Loslösen der Rinde (Borke) oder zu Brandblasen auf Blatt|Blättern. Die Blätter verfärben sich bald, rollen sich ein und sterben ab. An Weinreben werden diese Schäden gebietsweise Rauschbrand genannt, an einigen anderen Pflanzarten Fuchs.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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