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Modellpsychose

Mit dem Begriff Modellpsychose (synonym: experimentelle Psychose) werden psychoseähnliche Erfahrungen bezeichnet, die durch Psychoaktive Substanzen ausgelöst werden.

Wissenschaftliches Interesse an bewusstseinsverändernden Pharmaka (Psychodysleptika) kann auf ca. einhundertjährige Tradition zurückblicken. Viele Humanuntersuchungen zeigten hierbei, dass die durch einige Psychodysleptika ausgelösten Erfahrungen (Modellpsychosen) gewisse Gemeinsamkeiten mit akuten psychotischen Schüben schizophrener Art aufwiesen; daher auch die Bezeichnung Psychotomimetika. Der Grad der Übereinstimmung wird bis heute kontrovers diskutiert.

Andererseits wird die destabilisierende Wirkung auf die Psyche erfolgreich zur Empfindungs- und Imaginationssteigerung in der analytischen Psychotherapie eingesetzt
(z. B.: Claudio Naranjo, Santiago und Kensington: "Die Reise zum Ich, Psychotherapie mit heilenden Drogen, Behandlungsprotokolle", Fischer Taschenbuchverlag, 880-ISBN-3-596-23381-X;
Hanscarl Leuner, Psychatrie Univ. Göttingen: "Halluzinogene, Psychische Grenzzustände in Forschung und Psychotherapie", Verlag Hans Huber, Bern, ISBN 3-456-80933-6;
Walter Norman Pahnke, Havard University, Maryland Psychiatric Research Center in Baltimore).

Die Behinderung der Forschung auf diesem Gebiet durch weltweit restriktive Gesetzgebung ließ das wissenschaftliche Interesse erlahmen.

Gegenwärtig, ab ca. 1990, erlebt die human-experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Modellpsychosen, ausgelöst durch Psychotomimetika, eine gewisse Wiederbelebung: auch bedingt durch die apparative Entwicklung, die immer genauere Untersuchungsmethoden für ablaufende chemisch-physiologische Gehirnprozesse erlauben (Computertomographie, Positronen-Emissionstomografie (PET), SPECT?). Hierbei können Gehirnaktivitäten sichtbar gemacht und mit bestimmten geistig / seelischen Zuständen / Abläufen korreliert werden.

Die Frage, ob ein Pharmakon-induzierter Bewusstseinszustand ein brauchbares Modell für schizophrene Psychosen sein kann, sollte nach Gouzoulis et al. neu angegangen werden. Die zur Zeit vorgebrachten Argumente lassen den Schluss zu, dass die experimentell erzeugte Psychose ein nützliches Modell für akute schizophrene Psychosen darstellt, aber nicht für die pathologische Entität " Schizophrenie" (Gouzoulis M. E. et al. 1998).


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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