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Osteoporose

Die Osteoporose (v. griech. ''Knochen" und lat. porus " Öffnung") ist ein übermäßiger Abbau der Knochensubstanz, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt. Das typische Merkmal der Osteoporose ist eine Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenarchitektur, in der Folge der Knochenstabilität, was zu einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen führt.

Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen, bei der ein sogenannter T-Wert ermittelt wird. Der T-Wert ist ein statistischer Wert, der einen Vergleich des gemessenen Knochendichtewertes mit der Population der jungen erwachsenen Frauen und eine Aussage zum Bruchrisiko ermöglicht. Der Stellenwert der Osteoporose als Erkrankung ist in den Knochenbrüchen begründet. Hier sind es vorwiegend die Brüche der Wirbelkörper, der Schenkelhälse und in geringerem Umfang auch der Speichen, die eine besondere Bedeutung erfahren. Die Heilung von Knochenbrüchen bei Osteoporose ist nicht gestört, der Zeitrahmen ist kein anderer als beim jüngeren Menschen. Die Folgen der Brüche können jedoch vor allem beim älteren Menschen sehr nachhaltig sein und unter Umständen sogar zum Tode führen.

Die Osteoporose ist eine zunächst unmerklich verlaufende Erkrankung, die aber im Fall von Knochenbrüchen, insbesondere bei alten Menschen, eine hohe Krankheitslast (Schmerzen, Bettlägrigkeit, manchmal dauerhafte Immobilisierung) bedeutet und mit jährlich etwa 2,5-3 Mrd. Euro an direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland auch ein großes volkswirtschaftliches Gewicht hat. Deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.

Von Kritikern wird angeführt, dass die Neubewertung der Osteoporose in den letzten Jahren durch die Pharmaindustrie gesteuert sei, die einen Absatzmarkt für neue Medikamente schaffen wolle. Andererseits lässt sich erst seit etwa 1985 die Knochendichte zuverlässig zu messen. Erst seitdem kann das Krankheitsbild vor dem Auftreten von Knochenbrüchen erfasst werden. Die Messung der Knochendichte muss der gesetzlich Krankenversicherte selbst bezahlen, wenn sie zur Früherkennung vorgenommen wird, da sie dann keine Leistung der Kassen ist.

Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Zur wesentlich häufigeren primären Osteoporose zählen die postmenopausale (oder postklimakterische) Osteoporose und die Altersosteoporose (Involutionsosteoporose).

Die sekundäre Osteoporose tritt u. a. als Folge von Stoffwechselerkrankungen oder hormonellen Störungen auf.

Man geht davon aus, dass in Deutschland etwa 30% aller Frauen nach dem Klimakterium an primärer Osteoporose erkranken. Für Männer ist ab dem 70. Lebensjahr die Altersosteoporose ebenso ein häufiges Krankheitsbild.

Knochenbrüche bei Osteoporose finden sich insbesondere an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, am Oberschenkelhalsfraktur|Oberschenkelhals und am Handgelenk.

Ursachen

  • familiäre Veranlagung (Verwandte mit Osteoporose)
  • Mangel an Sexualhormonen (durch eine Störung des Gleichgewichts zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau kommt es zum Verlust an Knochenmasse); in diese Gruppe gehört auch die postmenopausale Osteoporose und ein Teil der Osteoporose beim Mann.
  • bösartige Erkrankungen des Knochenmarks, Plasmozytom, Morbus Kahler, die sich primär in einer rasanten Abnahme der Knochendichte niederschlagen
  • Schilddrüsenüberfunktion, übermäßige Cortison-Produktion der Nebennierenrinde (Morbus Cushing)
  • Störungen der Nebenschilddrüse Parathyreoidea
  • Ernährungsfehler, also Mangel an Calcium und Vitamin D (Calcium gibt dem Knochen seine Festigkeit und Vitamin D regelt die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung)
  • Untergewicht
  • Bewegungsmangel, da Bewegung (insbesondere mit Belastung) die Knochenmasse vermehrt
  • Tabakrauch
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • hochdosierter und regelmäßiger Gebrauch bestimmter Medikamente wie z. B. Cortison (zur Behandlung von Rheuma, Asthma oder Allergien) oder Heparin (zur Hemmung der Blutgerinnung)
  • (Alternativmediziner sehen auch in einer hypothetischen Übersäuerung des Körpers eine Ursache der Osteoporose.)
    • Phosphor wird als "Calciumdieb" angesehen, hier kommt Coca-Cola ins Gerede.

    Behandlungsmöglichkeiten der Osteoporose

    • körperliche Aktivität schützt vor Knochenschwund, insbesondere Krafttraining
    • ausreichendes Sonnenlicht (fördert die Vitamin-D-Produktion der Haut)
    • vermehrte Calcium-Aufnahme (etwa 1 g/Tag) (Basistherapie DVO)
    • Einnahme (Supplementierung) mit Vitamin D (Ergo- und Cholecalciferol, nicht aber Metabolite wie 1-alpha oder 1,25 Dihydroxy Vitamin D (Basistherapie DVO)

    und Pharmakotherapie nach den Leitlinien der DVO:
    • Bisphosphonat|Bisphosphonate (Alendronat und Risedronat, Handelsnamen Fosamax®/Fosavance® und Actonel®)
    • Selektive Östrogen Rezeptor Modulatoren (SERM): Raloxifen (nur zur Verhinderung von Wirbelkörperfrakturen)
    oder:
    • Parathormon (Teriparatid = Parathormonanalogon, für Spezialindikationen, Handelsname Forsteo®)
    • Strontium (Zulassung von Protelos® seit 2004; die Knochendichtemessungen werden durch die Einlagerung von Strontium verfälscht, was an der LWS (nicht aber am prox. Femur) durch Anwendung eines Umrechnungsfaktors zum Teil kompensiert werden kann)

    auch in Verwendung, jedoch nicht empfohlen:
    • Calcitonin, kaum noch verwendet, der Nutzen ist schlecht belegt
    • STH (Wachstumshormon), kein Nutzen belegt; evtl. problematische Nebenwirkungen.
    • Fluoride (veraltet; entwickelt harte, aber spröde Knochen, die Stabilität wird nicht besser)
    • Östrogene werden seit der Kritik an der Hormonersatztherapie nur eingeschränkt für diese Indikation verwendet.
    • Vitamin D Metabolite wie 1-alpha oder 1,25 Dihydroxy Vitamin D (Nutzen bei postmenopausaler Osteoporosis nicht eindeutig belegt, teuer, problematische Nebenwirkungen; 1,25 vitamin D (Calcitriol) ist wirksam und indiziert bei bestimmten Knochenerkrankugen im Rahmen fortgeschrittener Nierenerkrankungen).

    Komplementärmedizin:
    • Einnahme von Basensalzmischungen (Übersäuerung des Körpers führt zu verstärktem Knochenschwund, da Calciumsalze als Puffersubstanzen Verwendung finden.)
    • Magnetfeldtherapie: pulsierende elektromagnetische Felder sollen den Knochenaufbau stimulieren. Eine wissenschaftliche Bestätigung hierfür gibt es nicht.
    • Vibrationstraining - auch Biomechanische Stimulation: BMS wurde ursprünglich zur Behandlung von russischen Kosmonauten entwickelt. Die Wirkungsweise ist wie folgt: Die zu behandelnde Person steht auf einer vibrierenden Platte, die in einem Frequenzbereich von 25 bis ca 60 Hz vibriert. Durch diese Vibration werden Muskelkontraktionen hervorgerufen, die wiederum die Knochendichte erhöht.

    Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
    Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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