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Poltern (Sprachstörung)

Poltern gehört zu den funktionellen Dysphonien und ist eine Störung des Redeflusses ohne Wiederholungen von Lauten, Silben oder ganzen Wörtern, wie dies beim Stottern auftritt. Die Sprechverständlichkeit muss beeinträchtigt sein, um von einer Störung sprechen zu können.

Das Sprechen ist unregelmäßig und unrhythmisch, die Anläufe sind ruckhaft und schnell, das Satzmuster gewöhnlich fehlerhaft. Neben dem überhasteten Sprechen sind Lautverschmelzungen (Elisionen) typisch, z.B. "Hatür" statt "Haustür". Es werden also oft Silben verschluckt.

Poltern kann auch als umgekehrtes Stottern bezeichnet werden. Wenn sich Polterer jedoch nicht nur auf den Inhalt dessen, was sie sagen wollen, sondern zugleich intensiv auf die Art und Weise des Sprechens konzentrieren, können sie normal sprechen, je nach individueller Konzentrationsfähigkeit. Die meisten etwa 3 bis 4 Sätze mittlerer Komplexität (leichte Gliedsätze). Das Problem polternder Menschen ist die sog. Spontansprache.

Der bekannteste therapeutische Ansatz ist die atemrhythmisch-angepaßte Phonation nach Coblenzer/Muhar bzw. die plastische Artikulation. Das Sprechen soll demnach mit der tiefen Bauchatmung bzw. Zwerchfellatmung gekoppelt werden und dadurch einen natürlichen Rhythmus finden. Derartige Methoden erfordern jedoch viel Übung und sind meist sehr zeitintensiv.

In der ICD-10 wird das Poltern unter der Gruppe Psychische und Verhaltungsstörungen in der Untergruppe Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend dem Stottern und den Ticstörungen gegenüber gestellt.

Im Vergleich zum Stottern tritt Poltern relativ selten auf. Ferner gibt es nur wenig Fachliteratur hierüber. Nachdem viele Jahre kein Buch über diese Redeflußstörung erschienen ist, wurde 2004 eine medizinisch-logopädische Monographie der Bonner Logopädin Ulrike Sick veröffentlicht.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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