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Nystagmus

Mit Nystagmus bezeichnet man im weiteren Sinne unkontrollierbare, rhythmische Bewegungen eines Organs, üblicherweise jedoch der Augen, so dass Nystagmus auch mit "Augenzittern" übersetzt werden kann. In der Klinik wird der (üblicherweise mit einer Richtung klassifizierte) Nystagmus nach der schnellen Phase der Augenbewegung benannt.

Der Nystagmus dient dazu, die Funktion der visuellen Rezeptoren der Netzhaut aufrecht zu erhalten, da er das einfallende Bild ständig leicht variiert (siehe dazu Blickbewegung). Starker Nystagmus dagegen kann krankhaften Ursprungs sein oder auch durch bestimmte Drogen wie Ecstasy ausgelöst werden. Der Artikel widmet sich im Folgenden dieser medizinisch relevanten Form.

Der optokinetische Nystagmus tritt auf, wenn sich Wahrnehmungsobjekte relativ zur Netzhaut kontinuierlich bewegen, etwa beim Blick aus einem fahrenden Zug.

Beim rotatorischen Nystagmus kommt es zu einer langsamen horizontalen Augenbewegung gegen die Drehrichtung, gefolgt von schnellen, der Rotationsrichtung gleichgerichteten Rückstellbewegungen, um ein neues Objekt in der Fovea centralis abzubilden. Der Nystagmus verläuft also mit der Drehrichtung. Mit Abbremsen des Drehstuhl kommt es hingegen (aufgrund der Trägheit der Endolymphe in den Bogengängen) zu einem postrotatorischen, der ursprünglichen Rotationsrichtung entgegengesetztem Nystagmus: Auf eine Rechtsdrehung folgt demnach anfangs ein Rechts-Nystagmus, der mit Beendigung der Drehung in einen Links-Nystagmus übergeht.

Reizung des Vestibular-Organs mit kaltem (30° C) oder warmen (42° C) Wasser führt über die dabei induzierte Änderung der Dichte zu einem kalorischen Nystagmus.

Um einen Nystagmus genauer zu beschreiben, wird bei der Untersuchung durch den Augenarzt, Hals-Hals-Nasen-Ohrenarzt oder Neurologen die sogenannte Frenzel-Brille eingesetzt. Mittels Elektronystagmographie oder Elektrookulographie kann die Augenbewegung und damit der Nystagmus aufgezeichnet und ausgewertet werden. Eine weitere apparative Untersuchungsmethode besteht in der Video-Okulographie.

Bei Kindern, insbesondere Kleinkindern, ist Nystagmus (Augenzittern) immer eine dringende Indikation, einen augenärztlichen Spezialisten für Kleinkinder und Babies aufzusuchen, da Nystagmus sehr häufig ein Anzeichen für das Vorliegen eines Albinismus oder anderer Augenerkrankungen sein kann, die in jedem Fall sofort behandelt werden müssen. Diese Spezialisten finden sich in den orthoptischen Abteilungen der Augenkliniken.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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