Hydrocephalus bei KRANKHEITEN.DE
Krankheiten
A - Z
Krankheits-
symptome
Krebs
Special
Kinder-
krankheiten
Suche Klinik-Suche

Gesundheit
rund um die Uhr

Sie suchen nach der aktuellen Uhrzeit? Bei UHR.DE finden Sie immer die ATOMZEIT  ... Genauer geht's nicht :-)

Neurologie
Übersicht
Laborwerte
Klinik-Suche
 

Hydrocephalus

Ein Hydrocephalus (deutsch: Wasserkopf), auch "Hydrozephalus" geschrieben, ist eine Erweiterung der Flüssigkeitsräume ''Ventrikel'') des Gehirns durch eine Blockade des Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeitabflusses (''Liquor'' = Hirnwasser).

Die Produktion des Liquors wird zu 80 % in dem Zellen des Plexus choroideus aktiv sezerniert (kein Ultrafiltrat des Blutes). Nach Durchfluss der Seitenventrikel gelangt der Liquor über den 3. und 4. Ventrikel in die Cisterna cerebellomedullaris des äußeren Liquorraum. Dort verteilt er sich im gesamten Zwischenraum und wird durch die Arachnoidalzotten im Bereich der Spinalnervenaustritte wieder in den Blutkreislauf abgegeben.

Resorption und Produktion halten sich unter üblichen Umständen im Gleichgewicht. Unterbleibt die Resorption, oder ist die Verbindung zwischen den einzelnen Liquorräumen verschlossen, kann sich ein Hydrocephalus entwickeln.

Dies kann eine Folge von Hirnhautentzündung, einer angeborenen oder frühkindlichen Fehlbildung des Gehirns oder einer Erkrankung sein. Auch eine Erhöhung des Hirndrucks selbst führt zu einem Resorptionswiderstand. In sehr seltenen Fällen können Plexustumore zu einer Liquorüberproduktion führen.

Beim Föten und Säuglingen kann der Kopf wegen der noch unfesten Schädelknochen ballonartig aufgetrieben sein. Begleiterscheinungen können z.B. Kopfschmerz, Erbrechen und Epilepsie sein. Hirndruck- und Ausfallerscheinungen können auftreten.

Therapie:

frühestmögliche Entlastung durch Liquorableitung z.B. durch die heute gebräuchlichen Drainage-Verfahren. Dabei wird das Liquor durch einen Shunt in die Bauchhöhle oder weniger häufig in den Pleuraspalt abgeleitet. Zum Teil ist bereits eine Therapie in utero, also ein vorgeburtlich stattfindender Eingriff, möglich.

Davon abgegrenzt wird der Hydrocephalus e vacuo, dessen vergrößerte Liquorräume durch den Schwund von Hirngewebe entstehen. Hier liegt keine Störung des Liquorzirkulation vor, lediglich das Gesamtvolumen kann zum Ausgleich etwas erhöht sein.

Verschiedene Formen des Hydrozephalus


Hydrocephalus internus:
Erweiterung nur der Hirnventrikel

- occlusivus: Bei Behinderung des Liquorabflusses aus den Ventrikel

- malresorptivus: Bei verzögerter Liquorrückresorption

Hydrocephalus externus:
Erweiterung der äußeren Liquorräume

Hydrocephalus externus et internus

Hydrocephlus e vacuo:
innerer und äußerer Hydrocephalus als Ausdruck eines primären Hirngewebsschwundes

Andere Formen der Fehlentwicklung

- Skaphocephalus,
- Mikrocephalus,
- Trigonocephalus,
- Dolichocephalus,
- Turricephalus,
- Makrocephalus


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Technische Realisierung von krankheiten.de durch die TYPO3 Agentur Berlin Online Now! GmbH
 
Impressum / Datenschutz
 

 

Wir verwenden Cookies, um Funktionalität der Website zu ermöglichen. Durch die weitere Nutzung unserer Website erklären S ie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite Datenschutzerklärung.