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Vitiligo


Vitiligo, oder '''Weißfleckenkrankheit''', ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, an der etwa 0,5 bis 2 % der deutschen Bevölkerung leiden; weltweit sind es Millionen.

Als einer der bekanntesten Vitiligo-Patienten gilt der Pop-Musiker Michael Jackson.

Typisch für die Erkrankung sind weiße, pigmentfreie Hautflecken, die langsam wachsen. Die erkrankten Hautareale bilden keine Melanozyten mehr, die für die Hautfärbung zuständigen Zellen. Die Ursache der Pigmentstörung ist noch nicht sicher erkannt. Es könnte eine Fehlfunktion im Stoffwechsel (Schilddrüse) sein oder - etwas wahrscheinlicher - eine Störungen des Immunsystems, das die eigenen Haut-Melanozyten bekämpft (Autoimmunerkrankung).

Die Krankheit bricht häufig im Erwachsenenalter, seltener im Kindheitsalter aus, wobei Flächen von unpigmentierter Haut an den Extremitäten entstehen. Die Flächen können wachsen oder in ihrer Größe konstant bleiben. Manchmal bilden sich auch kleinflächig Pigmente zurück, wenn sie wieder von Melanozyte|Melanozyten bevölkert werden.

Es gilt als anerkannt, das die Einnahme der "Pille" als Verhütungsmittel ein Ausbrechen, bzw. Verstärken der Krankheit begünstigt.

Auf Grund der fehlenden Pigmente kann die Haut sich in Folge von Vitiligo nicht gegen die Sonne schützen, wie sie dass bei pigmentierten Hautarealen tut, nämlich, indem sie eine natürliche Bräunung aufbaut. Deshalb sollten die weißen Hautstellen bei Sonnenbestrahlung besonders gut geschützt werden. Dies erreicht man durch hautbedeckende Kleidung oder auch eine Sonnenschutzcreme mit einem Schutzfaktor etwa ab 30 aufwärts (Sunblocker). Schon zeitlich sehr kurze, aber direkte Sonneneinstrahlungen etwa ab 10 Minuten Dauer können bei Vitilgo Sonnenbrand auslösen. Auf Grund dieser stark erhöhten Sonnenbrandgefahr sollten Betroffene im Hinblick darauf, dass häufige Sonnenbrände das Risiko von Hautkrebs fördern, Sonnenbrände generell unbedingt vermeiden.

Therapie


Steroide wurden zur Behandlung verwendet, haben sich jedoch nicht als besonders wirkungsvoll erwiesen. Einen ähnlichen, ebenfalls immunsuppressiven Ansatz verfolgen die neueren Präparate aus der Gruppe der Calcineurin-Antagonisten. Die abschließende Bewertung der Wirksamkeit dieser Präparate steht derzeit aber noch aus.

Weiterhin werden verschiedene Formen der UV-Therapien eingesetzt: 311 nm Schmalspektrum-UVB, UVA-Therapien in Kombination mit Lichtsensibilisierenden Präparaten (z.B. Khellin oder Phenylalanin) sowie 308 nm Excimerlaser. Derzeit erscheint die Bestrahlung mit 311 nm UVB-Licht am vorteilhaftesten, wenn ausgedehnte Areale betroffen sind. Bei kleineren Arealen (bis etwa 5 - 10% der Körperoberfläche) sind derzeit die Ergebnisse mit dem 308 nm Excimer-Laser am überzeugendsten, besonders im Gesicht.

Des Weiteren existieren noch abdeckende Verfahren ("Camouflage"), bei denen die hellen Herde mit einem Spezial-Make-up abgetönt werden. ß-Carotin höherdosiert, in Form von Kapseln, führt zu einer Orangeverfärbung der hellen Hautpartien, so dass der Kontrast zur gesunden Haut geringer erscheint.

Die Krankheit scheint relativ harmlos, doch sind die betroffenen Hautregionen nicht gegen Sonneneinstrahlung geschützt (Sonnenbrand aber keine Bräunung). Allerdings kann das Aussehen bei ansonsten dunkler Haut recht störend wirken. Bei hellhäutigen Personen kann die Krankheit durch Vermeidung von Sonnenlicht, auch auf die nicht betroffenen Hautpartien, verborgen werden.

In manchen Kulturen ist mit Vitiligo für die betroffenen Personen ein Stigmatisierung|Stigma verbunden. Sie werden teilweise als böse oder verseucht gesehen und deshalb mitunter von den anderen Gruppenmitgliedern gemieden. Es wurde behauptet, Michael Jackson habe seine Haut bleichen lassen, um die Effekte von Vitiligo zu verbergen.

Vereinfacht kann man Vitiligo mit der Zuckerkrankheit (Diabetes) vergleichen, bei der die Insulin produzierenden Zellen verschwinden und deshalb der Stoff per Spritze zugeführt wird. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Erkrankungen besteht jedoch nicht.

Vitiligo tritt nicht immer allein auf, sondern wird auch von anderen Autoimmunerkrankungen begleitet. Statistisch betrachtet wird Vitiligo beispielsweise sehr oft von der Schilddrüsenerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis begleitet.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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