Perniziöse Anämie bei KRANKHEITEN.DE
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Perniziöse Anämie

Die perniziöse Anämie ist eine Erkrankung, die auf einem Mangel an Vitamin B12 beruht.

Vitamin B12 spielt eine bedeutende Rolle in der Blutbildung und beim Abbau von sog. ungradzahligen Fettsäuren; außerdem ist es für die Synthese der DNA wichtig.

Infolge eines Mangels verringert sich die Anzahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten); außerdem erscheinen sie zu groß und enthalten pro Zelle vermehrt Hämoglobin, denn es kommt zu einer Störung der Zellteilung in den unreifen Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen im Knochenmark. In der mikroskopischen Untersuchung werden sogenannte Megaloblasten (sehr große Vorläuferzellen) und Megalozyten (sehr große Erythrozyten) gefunden. Im Verlauf wird auch die Bildung weißer Blutzellen (Leukozyten)und Blutplättchen (Thrombozyten) beeinträchtigt.

Vitamin B12 findet sich vor allem in tierischen Nahrungsmitteln, insbesondere in der Leber; der tägliche Bedarf beträgt 2 - 3 Mikrogramm. Das Vitamin wird aus der Nahrung im Darm mithilfe eines speziellen im Magen ausgeschütteten Eiweißmoleküls (Intrinsic Factor) aufgenommen, welches das Vitamin bindet und es so vor einer Zerstörung schützt.

Ursachen des Mangelzustandes

  • gestörte Resorption infolge eines Mangels an Intrinsic Factor, dieser kann durch eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, als Folge einer Autoimmunerkrankung, nach einer operativen Entfernung des Magens, oder durch Parasiten im Darm (Würmer) entstehen.
  • verminderter Gehalt in der Nahrung, z.B. bei streng Veganismus|veganer Kost.

Symptome

Die typischen Beschwerden sind Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Leistungsverminderung, Erhöhung der Herzfrequenz, Blässe und Kollapsneigung als Folge der Blutarmut. Weiter wird ein Ikterus (Gelbfärbung der Haut) beobachtet, eine entzündlich gerötete, "glatte" Zunge, Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen. Neurologie|Neurologische Symptome wie Missempfindungen oder Taubheitsgefühl der Haut (Kribbeln, pelziges Gefühl), Gangunsicherheit, Koordinationsstörungen und seltener Lähmungen sind möglich; schließlich auch psychische Symptome wie mangelhafte Merkfähigkeit oder Depressionen.

Diagnose

Die Diagnose wird durch Laboruntersuchungen gesichert:
  • Im Blutbild besteht die typische makrozytär-hyperchrome Anämie (wenige große rote Blutzellen mit viel Hämoglobin beladen).
  • Nachweis des Vitamin-B12-Mangels im Blut
  • Nachweis der schlechten Aufnahme von Vitamin-B12 durch den Darm mit Hilfe des Schilling-Tests (Einnahme von radioaktiv markiertem Vitamin-B12, das bei Aufnahme anschließend im Harn erscheint)
Bei der Ursachensuche sind Magenspiegelung (Gastroskopie) mit Probenentnahme sowie Stuhluntersuchungen mit Kulturen auf Mikroorganismen und die Prüfung auf Wurmeier üblich.

Behandlung

Wenn die Ursache nicht beseitigt werden kann, muss das Vitamin zugeführt werden. Im Falle der chronischen Magenschleimhautentzündung wird es in die Muskulatur gespritzt (ebenso nicht bei einem ganz oder teilweise entfernten Magen).

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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