Leberzirrhose bei KRANKHEITEN.DE
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Leberzirrhose

Die Leberzirrhose ist eine relativ häufige Erkrankung der Leber. Sie bildet sich, wenn Leberzellen absterben und daraus funktionsuntüchtiges, knotiges Bindegewebe entsteht. Die Leber schrumpft dabei, und ihre Oberfläche wird runzlig und knotig. Die Funktion der Leberzellen ist bei einer Leberzirrhose irreparabel geschädigt.

Die Leberzirrhose entwickelt sich als unwiderrufliches Endstadium meist sehr langsam über einen langen Zeitraum oft aus anderen diffusen Lebererkrankungen wie einer Virushepatitis, Alkohol-Hepatitis oder Nichtalkoholische Fettleberhepatitis (NASH).

Sie ist feingeweblich durch einen destruktiven Umbau der Organstruktur mit Parenchymnekrosen, Herausbildung von Regeneratknoten (Pseudolobuli) und Bindegewebsstraßen charakterisiert ist und bei der sich durch die Einbeziehung der Gefäße in den Umbauprozess eine klinisch bedeutsame portale Hypertonie entwickeln kann.

Leberzirrhosen gelten als fakultative Präkanzerose, d.h., dass sich auf dem Boden einer Leberzirrhose nach einer gewissen Zeit mit einer gestiegenen Wahrscheinlichkeit ein bösartiger Tumor entwickeln kann, das Hepatozelluläre Carzinom (HCC), welches mittels einer Lebersegment- oder teilresektion entfernt werden kann sofern der Tumor noch nicht zu groß ist. Als Alternative zur Operation besteht die Möglichkeit einer TransArterielle ChemoEmbolisation (TACE) mit der häufig ein weiteres Tumorwachstum unterbunden werden kann.

Eine Leberzirrhose beeinträchtigt das subjektive Empfinden des betroffenen Patienten häufig erst in einem recht späten Stadium. Die Leberfunktion kann hinsichtlich der Synthesefunktion (Gerinnungsfaktoren, Albumin) und der Entgiftungsfunktion (Leberkoma) sehr unterschiedlich beeinträchtigt sein. Zusätzlich spielen die Sekundärerkrankungen wie Umgehungskreisläufe (Ösophagusvarizen = Krampfadern in der Speiseröhre), portale Hypertonie (Aszites) oder Milzvergrösserung (Mangel an Thrombozyten) und hepatische Enzephalopathie oft eine große Rolle. In der sogenannten Child-Pugh Klassifikation werden mehrere dieser Faktoren einbezogen und ein Score errechnet; die daraus resultierende Einteilung in die Stadien A bis C erlaubt eine Aussage über die Prognose der Erkrankung, Patienten im Stadium C nach Child-Pugh haben eine sehr schlechte Prognose hinsichtlich der Überlebenszeit.

Die Lebertransplantation ist in vielen Fällen die beste (und einzig effektive) Behandlungsmöglichkeit bei einer fortgeschrittenen oder fortschreitenden Leberzirrhose. Patienten mit einer Leberzirrhose sollten daher frühzeitig in einem Transplantationszentrum vorgestellt werden.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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