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Argyrie

Argyrie ist eine irreversible, schiefergraue oder auch grau-bläuliche Verfärbung von Haut und Schleimhäuten, die durch Einnahme von Silber (als metallisches Silber, Silberstaub, kolloidales Silber oder Silbersalzen) hervorgerufen werden kann. Die Argyrie kann sowohl generalisiert als auch lokal vorkommen. In der Vergangenheit wurde die Argyrie unter anderem nach Einnahme silberhaltiger Nasentropfen, silberhaltigen Raucherentwöhnungstabletten, Silberstäuben und kolloidalem Silber beobachtet.

Da Silber bei entsprechender Einwirkzeit auch antimikrobielle und eine geringe antivirale Eigenschaften hat, wird es zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt und hohe Silberkonzentrationen im Wundbereich haben in der Vergangenheit in seltenen Fällen zu einer lokalen aber bleibenden Verfärbung geführt. Berufliche Exposition zu Silbersalzen war in der Vergangenheit ebenfalls Ursache für eine Argyrie. Die Graufärbung der Haut wird durch Licht beeinflusste Einlagerung von silberhaltigen Granuli bedingt. In diesen Granuli wurde mehrfach Ag2S also das Sulfid das Silbers nachgewiesen. Die Silberablagerungen finden sich in der Haut, vor allem an Stellen die dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Besonders in der Nähe der Schweißdrüsen, aber auch der Basalmembran finden sich bei Argyrikern diese silberhaltigen "Körnchen".

Aber auch in anderen Organen kann Silber abgelagert werden. Neben den Ablagerungen kommt es auch zu einer verstärkten Melaninsynthese, die die Hautverfärbung mit beeinflusst. Die oberste Hautschicht, die Epidermis ist von den Silberablagerungen nicht betroffen. Die regelmäßige Erneuerung der Epidermis kann also nicht zu einer Abnahme der Verfärbungen beitragen. Lokale Verfärbungen durch Silber wurden bei silbernen Ohrringen, lange Zeit im Gewebe belassenen silbernen Akupunkturnadeln und bei der Anwendung von silberhaltigen chirurgischen Nahtmaterialien beobachtet.

Amalgam-Tatoo (engl. amalgam tattoo) oder Schleimhaut - Tätowierung werden seltene Verfärbungen des Zahnfleisches genannt, die darauf zurückgeführt werden, daß Amalgampartikel (auch Silber enthaltend, dann auch als Silberamalgam bezeichnet) bei Zahnbehandlungen unter Einsatz von Bohrern in verletztes Zahnfleisch eingebracht werden und dann zu lokalen Verfärbungen führen können.

Eine der ersten Verfärbungen die bei der Argyrie beobachtet werden, betreffen Verfärbungen der Lunulae der Fingernägel. Die '''Argyrose''' ist die zur Argyrie entsprechende Einlagerung von Silber im Auge. Um eine Argyrie zu verursachen, bedarf es hoher Mengen von Silber, also eine kumulierte Aufnahme im unteren Grammbereich. Die Argyrie ist von einer akuten Silberintoxikation zu unterscheiden und es gibt bisher nur sehr wenige andere Symptome neben der Hautverfärbung, die wissenschaftlich im Zusammenhang mit der Argyrie beschrieben wurden.

Dazu zählen die Nachtblindheit sowie Nierenversagen. Die Argyrie scheint nach einem "Höhepunkt" zu Beginn und Mitte des letzten Jahrhunderts, inzwischen zu einer eher seltenen Krankheit geworden zu sein.

Therapie der Argyrie

Eine befriedigende Therapie dieser Krankheit, die ein erhebliches und stigmatisierendes kosmetisches Problem für die Betroffenen darstellt, ist nicht bekannt. Laserbehandlungen der Haut sowie Therapien mit hohen Dosen Vitamin E und Selen werden zur Zeit erprobt.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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