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Plötzlicher Säuglingstod

Der plötzlichen Säuglingstod, plötzlicher Kindstod oder Krippentod (Lateinisch: Mors subita infantum) ist das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings, eines Kindes im ersten Lebensjahr.

Der Begriff ist auch bekannt unter der englische Sprache|englischen Abkürzung SIDS (Sudden Infant Death Syndrome), der Begriff des Near-SIDS entspricht dem deutschen ALTE.

Epidemiologie

Der plötzliche Säuglingstod stellt eine große Herausforderung für die kinderPathologie|pathologische Forschung und die Präventivmedizin in der Kinderheilkunde dar. Derzeit sterben etwa 500 Säuglinge in Deutschland jährlich am plötzlichen Säuglingstod (Risiko: 0,07%).

Ursachen

Dabei muss die Todesursache auf dem Weg der Ausschlussdiagnose (fachsprachlich Diagnosis per exclusionem), festgestellt werden, das heißt, dass der Kinderarzt oder Pathologe, manchmal auch der Rechtsmediziner (ungeklärte Todesart) alle anderen denkbaren natürlichen und nicht-natürlichen Todesursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, Blutungen (auch nach Schütteltrauma), Fehlbildungen und Unfälle (Vergiftung, Strom, Sturz, Unterkühlung, Ertrinken...) ausschließen muss und auch die klinische Vorgeschichte sowie die konkreten Todesumstände keinen richtungsweisenden Anhalt geben dürfen, bevor man vom plötzlichen Kindstod sprechen kann.

Vorbeugung

Eine der wichtigsten und effektivsten Vorsorgemaßnahmen ist die Information der Eltern über vermeidbare Risikofaktoren bzw. über die optimale Schlafumgebung eines Säuglings. Dazu gehören:
  • Rückenlage zum Schlafen
  • Raumtemperatur 18° C
  • rauchfreie Umgebung
  • feste, luftdurchlässige Matratze
  • passender Schlafsack und keine zusätzlichen Decken, Felle, Kissen, Nestchen etc.
  • Stillen
  • Verzicht auf Tabakrauchen|Rauchen in der Schwangerschaft und während der Stillzeit
  • kein Stress
  • Zudem wird empfohlen, dass Kinder bis zum 6. Lebensmonat nicht im eigenen Zimmer, sondern mit den Eltern in einem Raum schlafen, allerdings gibt es unterschiedliche Ansichten über das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern in einem Bett (sogenanntes Familienbett oder Co-Sleeping). Eine neuere Studie aus Schottland konnte nochmals zeigen, dass vor allem Säuglinge, die jünger als 11 Wochen alt sind, ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Säuglingstod haben, wenn sie das Bett mit den Eltern teilen. Dagegen sind z. B. in den USA beide Ansichten aufzufinden.

In Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden wurden die oben genannten vorbeugenden Maßnahmen sogar über das Fernsehen propagiert mit dem Erfolg, dass die Anzahl der Todesfälle merklich gesenkt werden konnte. Früher wurde gegen eine Rückenlage beim Schlafen eingewandt, Kinder würden von dieser Lage eine Schädeldeformation bekommen. Untersuchungen an Kleinkindern belegen, dass Kinder davon keine dauerhafte Veränderung davontragen.

Wenig Erfolg versprechen die Bewegungsmelder zum Überwachen schlafender Säuglinge. Untersuchungen zeigen, dass Kinder häufig noch Atembewegungen aufweisen, während sie ersticken.

Seit einiger Zeit kursiert auch die Meinung, dass die Verwendung sogenannter Babyschalen, die dem Transport der Babys im Auto dienen sollen, das SIDS fördern sollen. Hier wird wohl angenommen, dass die Körperhaltung, die das Kind zwangsläufig in solchen Babyschalen einnimmt, dazu beitrage. Tatsächlich nimmt der Kopf des Kindes eine mit dem Kinn zur Brust zugewandten Position ein, woraus man aus der Anatomie folgern könnte, der noch unterentwickelte Kehlkopf unterbinde / verringere dabei die Luftzufuhr bei der Atmung. Auszuschließen ist eine Todesfolge dadurch nicht vollständig, wenn auch vermutlich weniger wahrscheinlich.

Einige neuseeländische und britische Chemiker vertreten die Auffassung, dass der plötzliche Kindstod durch einen Pilz in den Babymatratzen hervorgerufen wird. Sie gehen davon aus, dass der Haushaltspilz Scopulariopsis brevicaulis aus Matratzen, die Flammschutzmittel enthalten (phosphor-, arsen- oder antimonhaltige Substanzen) ein extrem giftiges Gas freisetzt, das aus der Baby-Matratze aufsteigen und die Herztätigkeit und Atmung des Babys lähmen kann.

Diese Chemiker empfehlen zur Verhinderung des plötzlichen Kindstodes eine Umhüllung der Matratze mit einer Folie aus reinem Polyethylen. Bei einer Studie in Neuseeland mit 100.000 Kindern verstarb kein Kind, dass auf eine umhüllten Matratze geschlafen hat, am plötzlichen Kindstod.


Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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