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Humanes Papilloma-Virus

Humane Papilloma-Viren stellen eine Gruppe von mehr als 150 verschiedenen DNA-Viren dar, denen zur Unterscheidung eine Zahl nachgestellt wird. Es sind alle unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA) zu den Papovaviren gehörig.

Da sie durch sexuelle Kontakte übertragen werden können, zählen die durch sie verursachten Erkrankungen zu den |sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Gen-Produkte dieser Viren, vor allem die des E6- und E7-Gens, verhindern den programmierten Zelltod (die Apoptose) und machen eine Reparatur des DNA-Doppelstranges unmöglich.

Virusgruppen

Entsprechend den verursachten Krankheiten werden die HP-Viren in zwei Gruppen eingeteilt:
  • '''1.''' "low-risk"-Viren
:Zu diser Gruppe werden HPV 6 und 11 gezählt, weil sie als Verursacher von Warzen in Genitalbereich (Infektionskrankheit/condylomata_acuminata.php">Condylomata acuminata, auch Feigwarzen) keine potentiell lebensgefährlichen Erreger sind.
  • '''2.''' "high-risk"-Viren.
:Zur zweiten Gruppe gehören v.a. HPV 16, 18, 30 und 33, aber auch 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 68. Bei beinahe allen sind Zervixkarzinome nachweisbar und sie stellen somit ein hohes Risiko für die Gesundheit der Frau dar. Auch Krebserkrankungen im Bereich des Afters gelten als HPV-assoziiert.

Übertragung

Die Infektion mit diesen Viren erfolgt heutzutage meist schon in jugendlichen Jahren bei den ersten Sexualkontakten.

Krankheitsfolgen

Nach einer Infektion können diese Viren oft jahrelang inaktiv bleiben. Dies gilt sowohl für die low-risk- als auch für die high-risk-Viren. Das heißt, dass sich auch Wochen bis Monate bzw. bis zu einem Jahr nach einem Sexualkontakt sowohl von heterosexuellen wie auch Homosexualität|homosexuellen Paaren Genitalwarzen bilden können und damit die Suche nach dem infektiösen Sexualpartner sehr erschwert wird.

Krebs

Was die Krebsentstehung anbelangt, entwickeln jedoch nur 2 - 8 % der Patientinnen/Patienten darüber hinaus Zellveränderungen, die ein Vorstadium für eine Krebserkrankung darstellen, oder sogar anschließend ein Karzinom. Die Mehrzahl der Patienten ist aber wohl dank eines funktionierenden Immunsystems in der Lage, das Virus in Schach zu halten oder letztlich zu eliminieren. Die Bildung eines Zervixkarzinoms erfolgt in der Regel völlig unauffällig und schmerzfrei. Nur gelegentlich können mehr oder minder leichte Schmierblutungen auf ein solches Geschehen hinweisen. Eine regelmäßige Gynäkologie|gynäkologische Kontrolle ist also auch unter diesem Aspekt selbst jungen Frauen schon anzuraten.

Diagnose

Derzeit laufen Studien, die Auskunft darüber geben sollen, ob eine routinemäßige Suche ? ein so genanntes Screening ? nach diesen Viren die Entwicklung von Krebserkrankungen reduzieren kann, indem Träger fragwürdiger Zellbefunde in ausgewählten Fällen einer vorzeitigen Behandlung unterzogen werden.

Fällt der HPV-Test positiv aus, ist es wichtig, alle 3 bis 4 Monate einen Krebsabstrich beim Frauenarzt durchführen zu lassen, um die 2-8 % der Patientinnen herauszufiltern, bei denen sich Zellveränderungen entwicklen werden.

Tests, Screenings und Heilmethoden müssen derzeit noch vom Patienten selbst bezahlt werden, da die Krankenkassen die Ergebnisse der vorgenannten Studien abwarten.

Vorbeugung

Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs zur vorbeugenden Immunisierung gegen HPV ist schon weit gediehen und steht vor dem Abschluss. Forscher rechnen damit, dass möglicherweise schon 2006 ein Impfstoff zugelassen werden kann. Ein zweiter Impfstoff soll spätestens 2008 folgen http://www.glaxosmithkline.de/produkte/cervarix.php.

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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