Friedreich-Ataxie bei KRANKHEITEN.DE
Krankheiten
A - Z
Krankheits-
symptome
Krebs
Special
Kinder-
krankheiten
Suche Klinik-Suche

Gesundheit
rund um die Uhr

Sie suchen nach der aktuellen Uhrzeit? Bei UHR.DE finden Sie immer die ATOMZEIT  ... Genauer geht's nicht :-)

Erbkrankheiten
Übersicht
Laborwerte
Klinik-Suche
 

Friedreich-Ataxie

Die Friedreich-Ataxie (Friedreichsche Ataxie, Morbus Friedreich) ist eine degnerative Erkrankung des Zentralnervensystems. Sie wurde nach dem Pathologen Nikolaus Friedreich benannt, der die Krankheit erstmals 1863 in Heidelberg dokumentierte.

Der griech. Begriff Ataxie beschreibt ein Unvermögen zur koordinierten Bewegung von Muskeln und Muskelgruppen. Eigentlich ist die Ataxie ein Symptom unterschiedlichster Hirnerkrankungen (bspw. Parkinson-Syndrom, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Multiple Sklerose, ALS|Amyotrophen Lateral-Sklerose oder auch Vergiftungen wie übermäßígem Alkohol-Abusus). Bei der Friedreich-Ataxie tritt das Symptom so in den Vordergrund, dass die Erkrankung danach benannt wurde.

Die Friedreich-Ataxie zählt zu den autosomal-rezessiven Erbkrankheiten. Mit einer Frequenz von 1:150000 Geburten ist sie in Mitteleuropa vergleichsweise häufig.

Ausgelöst wird sie durch den Zerfall von Nervenzellen im Kleinhirn, Hirnstamm únd Rückenmark infolge einer Mutation, welche eine defekte Variante des Proteins Frataxin verursacht. Die genaue Funktion dieses in den Mitochondrien enthaltenen Enzyms ist unbekannt; beim Defekt reichert sich übermäßig Eisen in den Mitochondrien an und zerstört sie. Bei Betroffenen ist durch Muskelbiopsie ein erhöhter Eisenanteil histologisch nachweisbar.

Die Friedreich-Ataxie beginnt typischerweise zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr. Als Faustformel gilt, dass je früher die Krankheit ausbricht, desto schneller schreitet sie fort. Der Verlauf ist progredient. Eine Stabilisation auch über Jahre ist aber möglich.

Neben der Gang-, Stand- und Extremitätenataxie treten skandierende Sprache und Nystagmus auf, Hör- und Sehschwäche sowie Hirnleistungsstörungen bis zur Demenz. Bei der fachneurologischen Untersuchung sind wegen der Beeinträchtigung des Stammhirns sogenannte Pyramidenbahnzeichen nachweisbar; die Babinski-Zeichen sind positiv; in den ersten Krankheitsjahren bildet sich eine Areflexie, später eine Hyperreflexie aus.

Kardiomyopathie, Fehlfunktionen der Bauchspeicheldrüse und Knochenschäden - Friedreich-Hand, Friedreich-Fuß - sind assoziierte Veränderungen.


Gesundheitshinweis
Kategorie:Erbkrankheit
Kategorie:Neurologie

en:Friedreich's ataxia

Die Informationen dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie können in keinem Falle die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Technische Realisierung von krankheiten.de durch die TYPO3 Agentur Berlin Online Now! GmbH
 
Impressum / Datenschutz
 

 

Wir verwenden Cookies, um Funktionalität der Website zu ermöglichen. Durch die weitere Nutzung unserer Website erklären S ie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite Datenschutzerklärung.